Spendenstand für Borgward L.T. 4.








Nach einer längeren Pause aktuelle Bilder aus Oberhausen. Überzeugend ist die hohe Qualität der Spachtel- und Lackierarbeiten.

(Alle Foto: NVC).

 

Das Drehgestell vom Auflieger wird in Eigenregie in Schierwaldenrath aufgearbeitet. Bereits vor einigen Monaten hatte Günther Steinhauer - er war der Teilprojektleiter für den Auflieger - das Drehgestell zerlegen lassen. Wegen der Priorität anderer Projekte sind die Arbeiten dann aber im unterbrochen worden und seit etlichen Wochen liegengeblieben. Am Samstag haben wir deshalb erst mal alle demontierten Teile gesucht (und gefunden) und mit dem Abschleifen und Lackieren begonnen.
Wie wir bereits bei der Befundung im letzten Jahr festgestellt hatten ist das Drehgestell in einem guten Gesamtzustand. Keine Korrosionsschäden und auch die Radreifen sind noch in der Toleranz. Nach einigen Stunden zu Zweit mit der Topfbürste ist die erste Achse fertig und vom Drehgestellrahmen ca. 1/4 bearbeitet. Vor der einsetzenden Dämmerung wurde die Achse noch schnell gestrichen.
An der Sekundärfederung des Drehgestells fanden sich noch eingeschlagene Zeichen "B&R", die vermutlich auf den Federnhersteller verweisen.

Gute Fortschritte gab es in den letzten Wochen am Fahrerhaus und den Anbauteilen der Zugmaschine: Alle Teile sind grundiert und gespachtelt.

Die Fortschritte am Fahrzeug werden überschattet durch eine sehr traurige Nachricht: Am 21. Juli verstarb Günther Steinhauer, einer der Initiatoren bei der Rückholung des LT4 und Mitstreiter bei der Aufarbeitung. http://www.vdmt.de/wp/index.php
Bis zum Juni hat sich Günther um vieles im Hintergrund bei der Aufarbeitung gekümmert. Nicht alles, was er begonnen hat, konnte er noch fertigstellen. Neben seinen vielen Aufgaben bei der Selfkantbahn und beim VDMT lag ihm die Wiederauferstehung des LT 4 besonders am Herzen. Es liegt an uns, seinen Lebenstraum zu vollenden.

Für das Projektteam vom LT 4

Roland Molz

Aufnahmen: Sascha Hoffmann / Markus Kaiser

Die Hinterachse und die Sattelkupplung sind zwischenzeitlich wieder angebaut. Um die Zugmaschine bei den Arbeiten in der Werkstatt einfacher versetzen zu können hat NVC Hoffmann Straßenräder an die Achsen montiert und die Zugmaschine steht jetzt wieder auf eigenen Rädern. Auch der Transport von Borgward in Bremen nach Sylt erfolgte damals auf Straßenrädern. Allerdings sind heute Probefahrten enge Grenzen gesetzt, da die in Sylt beim Umbau montierte Vorderachse nicht lenkbar ist.
Hinten auf der Ladefläche liegt das Getriebe. Die Getriebeglocke ist ein Tauschteil von NVC und wird nochmal getauscht. (Alle Aufnahmen Martin Kilb)

Heute vormittag haben wir beim NVC in Oberhausen einen Kotflügel mal an das Fahrerhaus gehalten. Die zugehörigen Verkleidungsbleche für den Radkasten (Bild 2) mussten komplett neu gemacht und angepasst werden. Die Hinterachse ist auch wieder zusammengebaut. In den nächsten Tagen werden Motor, Kupplung, Getriebe und die beiden Hauptfedern der Hinterachse von Schierwaldenrath nach Oberhausen gebracht (Nachtrag: ist am 11. Mai 2017 geschehen).  

Heute haben wir aktuelle Fotos vom NVC in Oberhausen bekommen: Einfach schön geworden!

 

In den letzten Wochen wurde die Zerlegung des hinteren Drehgestells des LT durch Mitarbeiter des Kleinbahnmuseums Selfkantbahn vorgenommen. Der nächste Schritt wird hier das Entrosten wohl per Sandstrahlgerät werden. Erfreulicherweise weist dieses Bauteil wenig Korrosionsschäden auf, denn es befand sich stets geschützt unter dem Auflieger.
Der vordere Puffer des Zugfahrzeugs wurde auch wieder zusammengebaut. Vorschriftsgemäß ist diese Stoßvorrichtung des Triebfahrzeugs, natürlich als Eigenbau der SVG, gefedert ausgeführt worden, unter Verwendung einer Blattfeder eines Straßenfahrzeuges und einer rechteckigen Stahlplatte!

Am 1. April fand dann in der Sandgrube bei Geilenkirchen das alljährliche szenebekannte Kippertreffen statt. Für die Freunde der Bremer Marke mit der Raute gab es auch etwas zu sehen. (Aufnahme von Jörg Sonnenschein)

Gestern hat Klaus Kuchenbecker noch die Schublade für das Fahrerhaus nach Oberhausen nachgeliefert. Bilder dazu gibt es in den nächsten Tagen. Damit kann man dieses Gewerk vorerst als abgeschlossen betrachten.

Heute gab es dazu noch aktuelle Bilder aus Oberhausen. Die Motorhaube ist nun blechseitig fertig - es mußte ein Streifen Blech am jeweiligen unteren Rand erneuert werden. Kenner der Materie haben es sicher schon bemerkt, die seitlichen Buchstaben "BORGWARD" und die zwei aufgesetzten Zierleisten mußten dafür erst einmal demontiert werden.

Und als nächstes sind die Kotflügel an der Reihe.

Aus Geilenkirchen gibt es zu berichten, daß in den Schiebetüren die Schlösser bereits montiert wurden (müssen aber vor der Lackierung noch einmal abgebaut werden).

Heute ging es weiter in der Aufarbeitung von Fahrwerksteilen für die Zugmaschine in der Bahnwerkstatt Schierwaldenrath. Die Tragfedern sind nun einbaufertig montiert und der Motor bereit zum Transport nach Oberhausen zwecks Einbau. Die Kupplung kam aufgearbeitet zurück von JFW und macht einen sehr guten Eindruck.
Nachtrag vom 6. Februar: Jetzt gibt es auch ein Bild von einer der hinteren Tragfedern der Zugmaschine auf der Werkbank in Schierwaldenrath. Alle Federblätter wurden entrostet, gegen Korrosion geschützt, gefettet und neu gepackt.

Nach dem Jahreswechsel stand erneut ein Besuch bei NVC auf dem Programm. Dort geht es momentan gut voran und es sind immer wieder Details am besten am Objekt zu klären. Dazu gibt es gleich einige aktuelle Bilder.


Die Motorhaube (aus Teilebestand) ist jetzt provisorisch montiert. An den neu gefertigten Seitenblechen ist noch reichlich Bearbeitungszugabe. Bei alten Fahrzeugen gilt grundsätzlich, daß Blechteile erst am einzelnen Stück angepaßt werden. Einfaches tauschen funktioniert praktisch nie. Und so soll hier auch einmal NVCs Blechkünstler im Bild vorgestellt werden (neben den gerade in Arbeit befindlichen Kotflügeln, die auch vom Teileträger aus Sehnde stammen, einem Allrad-Borgward-Lkw).
Bei NVC befinden sich freilich stets etliche Oldtimer-Lkw in Arbeit; hier gibt es gleich 3 Rückseiten zu sehen.
Am L.T.4 wurde an der Fahrerhausrückwand auch wieder die Abdeckleiste aufgesetzt, die einst den Rand einer Führerhausreparatur nach einem Unfall abdeckte. Sie dient heute aber nur noch der Annäherung an die Optik des LT-Fahrerhauses.
Fahrwerksseitig wurde die Vorderachse bereits komplett montiert. Noch besteht freier Durchblick dort, wo demnächst das Triebwerk seinen Platz findet.
Einblicke: das zerlegte Hinterachsgetriebe ist noch das Originalstück und wird mit neuen Wälzlagern versehen hoffentlich auch weiter seinen Dienst versehen können. Das Erhaltungsbild kann man mit "deutliche Gebrauchsspuren, aber weiterhin betriebstauglich" bezeichnen.